Workshops : Welle 2
2A: Studieren in Fernost: Die erste Hochschulkampagne in einem sozialen Netzwerk
Es war eine doppelte Herausforderung: Eine gemeinsame Dachkampagne für 44 ostdeutsche Hochschulen zu entwickeln und dabei ausschließlich auf die Kraft des Web 2.0 und der sozialen Netzwerke zu setzen. Keine Flyer, keine Broschüren, keine Plakate und keine einzige geschaltete Anzeige. Die Kampagne „Studieren in Fernost“ ist vor allem online aktiv, und zwar im SchülerVZ, dem reichweitenstärksten Portal für junge Menschen im Alter zwischen 12 und 21. Im Workshop erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die Kampagne entstanden ist, wie sie von der Zielgruppe angenommen wurde und wie sie in der Presse für Furore gesorgt hat.
Abschließend wird am Beispiel der Universität Leipzig erklärt, wie sich eine Hochschule in die Dachkampagne integriert hat und für ihre Aktivitäten nicht nur PR-Preise gewann, sondern auch den Anteil von Studienanfängern aus dem Westen verdoppelt hat. Im letzten Teil wird mit der „Rallye Fernost“ die Weiterentwicklung der Kampagne vorgestellt, die gemeinsam von 16 ostdeutschen Hochschulen und den Agenturen Aperto und Scholz & Friends umgesetzt wurde.
Dr. Christof Biggeleben
Leiter Beratung, Scholz & Friends Agenda
Christian Artopé
Unit-Leiter, Aperto AG
Friederike Rohland
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Universität Leipzig
2B: Studieninformation, Studienberatung und Studierendenmarketing – Wie kann sich ein sinnvolles Zusammenwirken gestalten?
In dem Workshop soll es darum gehen, mögliche Konzepte für die Kooperation bzw. das Zusammenwirken von Tätigkeiten der Studieninformation und Studienberatung mit dem Hochschulmarketing/Studierendenmarketing zu entwickeln. Hierbei soll auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Ideen der Workshopteilnehmer eingegangen werden.
Inwiefern berühren oder überschneiden sich Studieninformation und Studienberatung einerseits und Hochschul-/ Studierendenmarketing andererseits? Inwiefern können die beiden Aufgabenbereiche verbunden werden – und inwiefern sind sie zu trennen?
Wie kann ein Marketingkonzept angepasst auf das Profil meiner Hochschule funktionieren?
Welche Möglichkeiten bieten sich an meiner Hochschule für eine Zusammenarbeit?
Wie könnte solch ein Konzept organisatorisch an meiner Hochschule eingebunden werden?
Ziel soll sein, dass die Teilnehmer am Ende des Workshops Konzeptideen mitnehmen und selbst entscheiden, welche möglichen Vorgehensweisen für ihre Hochschule sinnvoll sein können.
Christiane Westhauser
Leiterin der Zentralen Studienberatung der Universität Ulm
Dr. Gunter Schanz
Leiter des Referats „Servicestelle Studieninformation, -orientierung und -beratung“ (SIOB) im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
2C: Qualitätsmanagement und Prozessgestaltung - Qualitätsentwicklung der Universität Stuttgart
Prozesse als Darstellung wichtiger Verfahrensabläufe sind Kernelemente jedes Qualitätsmanagement-Systems. Ihre Gestaltung und Optimierung und ihre Relation zu den Zielen, die mit der Einführung von Qualitätsmanagement-Systemen verfolgt werden, sind Bestandteile des Workshops. Betrachtet man qualitätsrelevante Prozesse, dann dürfen auch Kommunikationsprozesse nicht fehlen, denn erfahrungsgemäß entstehen die größten Reibungsverluste an Schnittstellen zwischen Prozessbeteiligten. Kommunikation als ein wichtiger Aspekt für erfolgreiches Qualitätsmanagement wird daher ebenfalls in den Fokus des Workshops gestellt.
Nach einem einführenden Vortrag der Universität Stuttgart zum Aufbau eines integrierten QM-Systems, werden konkrete Beispiele der Universität Stuttgart und der Hochschule für Technik Stuttgart vorgestellt. Im Folgenden geht es um Vorgehensweisen, Zusammenhänge und Instrumente zur Prozessanalyse, -gestaltung und -optimierung. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung eines Musterprozesses zur Kommunikation mitzuwirken.
PD Dr. Anne Töpfer
Leiterin der Stabsstelle Qualitätsentwicklung der Universität Stuttgart
Dipl. Ing. Alexandra Mohr, MBA
Mitarbeiterin der Stabsstelle
Prof. Dr. Dirk Vogel
Leiter Zentrum für Qualität an der HFT Stuttgart
2D: Jede Hochschule hat eines: Die Arbeit am Image
Ob sie es nun will oder nicht: Jede Hochschule hat ein Image. Und alle PR-Arbeit läuft letztlich darauf hinaus, es zu verbessern. Umso erstaunlicher ist es, dass bislang nur wenige Hochschulen – abgesehen von Absolventenbefragungen – Imagestudien durchgeführt haben. Die Initiative Qualität von Hochschulkommunikation (IQ_HKom) wird das Thema deshalb in ihrem Nach-Workshop zur Jahrestagung umfassend präsentieren und Empfehlungen und Standards zur Diskussion stellen. Unser Workshop ist dafür eine gute Vorbereitung und wendet sich eher an Einsteiger in das Thema: Wir bieten ihn Kolleginnen und Kollegen an, die sich Imagestudien und ihrer systematischen Einbeziehung in die PR-Arbeit erst einmal nähern möchten, stellen ein Beispiel vor und geben eine Übersicht über Chancen und Probleme, Fallstricke und Erfolgserlebnisse, die mit Imagestudien und „reputation management“ verbunden sind.
Dr. Bernt Armbruster
Autor und Berater in Potsdam
Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher an der Universität Osnabrück
2E: Forschung mit Gesicht. Mit Weblogs zur nachhaltigen Wissenschaftskommunikation!?
Die ETH Zürich lässt 20 Autorinnen und Autoren über Klimaforschung bloggen, die Leibniz-Gemeinschaft schickt drei ihrer besten Köpfe per „Vielfalter-Blog“ ins Rennen um mehr Aufmerksamkeit für ihren Verbund „Biodiversität“, die Hochschulkommunikation der BASF schließt sich einem trafficstarken Blogportal an, um Themen zu setzen und im Internet persönlich zu werden. Es scheint, als hätten die Forschungskommunikatoren ein neues Lieblingskind im Medium Weblog gefunden. Ob auf der hauseigenen Web-site oder innerhalb eines großen Portals, ob mit einem prominenten Professor als Zugpferd oder mit einer quirligen Nachwuchsgruppe, ob episch breit und in die Tiefe gehend oder tagesaktuellspontan: Kaum eine wissenschaftliche Institution hierzulande, die sich nicht Gedanken darüber macht, ihre Inhalte künftig per Weblog zu streuen.
2007 initiierte Dr. Carsten Könneker von „Spektrum der Wissenschaft“ das heute mit mehr als 80 Blogs aus den verschiedensten Fachgebieten größte Portal für Wissenschaftsblogs im deutschsprachigen Internet: www.SciLogs.de. In seinem Workshop zeigt er die Fallstricke der Kommunikation per Tagebuch sowie die Stärken des Mediums gerade für die Wissenschaftskommunikation anhand von konkreten Beispielen aus der redaktionellen Praxis auf. Denn längst nicht jeder Blog funktioniert und erzielt die erhoffte Wirkung. Unter bestimmten Bedingungen jedoch eignet sich das Bloggen für die Wissenschaft als einzigartiges Kommunikationsmittel – mit überraschend großer Nachhaltigkeit.
Dr. Carsten Könneker
Leiter SciLogs.de, Chefredakteur Gehirn&Geist beim Verlag Spektrum der Wissenschaft
2F: Twitter als Teil der Marketing- und PR-Arbeit eines Unternehmens im Wissenschaftsbetrieb
2006 als Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Podcasting-Firma Odeo gegründet, erlebte Twitter bis 2010 einen Anwenderboom, der seine Wirkungen bis 2008 auch bis in als langweilig verschriene Wissenschaftsbetriebe entfaltete und sogar das Marketing von Spektrum der Wissenschaft eroberte. Seither ist der Microblogging-Dienst offensiv in die Öffentlichkeitsarbeit des Verlages integriert. Die Informationspolitik des Hauses beschränkt sich dabei nicht nur auf die systematische Kommunikation der täglichen Nachrichten und Neupublikationen des Verlages, sondern gibt auch Einblicke in den Mikrokosmos des Verlages, in dem selbst der Redaktionshund Cooper seinen Platz gefunden hat. Der Workshop soll einen Einblick in den Einsatz von Twitter in der Öffentlichkeitsarbeit von Spektrum der Wissenschaft mit seinen Vor- und Nachteilen sowie seinen Erfolgen und Misserfolgen geben.
Ann-Kristin Ebert
Projektmanagerin Verlag Spektrum der Wissenschaft
Richard Zinken
Verlagsleiter Verlag Spektrum der Wissenschaft
2G: Mehr Lebens- und Arbeitsfreude durch erfolgreiches Selbstmanagement und positive Stressbewältigung
Dieser Workshop wird zweimal angeboten (siehe auch Welle 1/G)
In verschiedenen Bereichen unseres Lebens (z. B. in Beruf, Familie und Freizeit) begegnet uns eine Vielzahl an Anforderungen und Herausforderungen. Leider vermitteln weder Schulen noch Universitäten, wie wir mit alltäglichem Stress und belastenden Situationen konstruktiv umgehen, wie wir unsere Zeit richtig nutzen, wie wir mit anderen effektiv zusammenarbeiten und unsere kommunikativen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Nicht nur Führungskräfte spüren den zunehmenden Druck durch das Unternehmen und die Gesellschaft – sie fühlen sich immer öfter ausgebrannt und gehetzt. Mehr als 50% berichten, sich permanent gestresst zu fühlen. Gerade sie sind am meisten gefährdet, Schaden an ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit zu nehmen.
Wie können wir mit dem alltäglichen Stress und länger dauernden seelischen Belastungen – mit Ängsten, Verzweiflung, Ärger, Überforderung, Eile und Hetze – förderlicher umgehen? Wie können wir uns selbst besser helfen? Hierfür ist es wichtig, sich rechtzeitig destruktiver Verhaltensweisen bewusst zu werden und Lösungen zu suchen. Dazu gehört es, persönliche Kraftquellen zu entdecken – ebenso wie persönliche Energiekiller.
Der Workshop ist eine Chance, mit eigenen Ressourcen bewusster umgehen zu lernen, z. B. Stressanzeichen frühzeitiger zu erkennen und persönliche Stress-Ursachen benennen zu können. Sie werden eigene Verhaltensmuster reflektieren und Wege entwickeln, Ihr Stress- und Selbstmanagement zu optimieren.
Peter Edwin Brandt
Unternehmensberater für Personalentwicklung, tätig als Coach, Trainer, Dozent und Moderator
2H: Agenda-Setting 2.0 – Medialer Kontrollverlust oder multimediale Chancen?
Die klassische Medienarbeit wandelt sich seit der wachsenden Bedeutung von Online-Netzwerken zur komplexen Management-Aufgabe: Social Networks wie Facebook und Twitter erweitern einerseits die etablierten Kommunikationskanäle, andererseits verändern sie auch die Art zu kommunizieren: Themen und Meinungen entstehen nicht mehr nur in Zeitungsredaktionen sondern immer häufiger in vernetzten Gruppen. Viele Öffentlichkeitsarbeiter fürchten den Kontrollverlust dieses Agenda-Settings »von unten« und die unheimliche Macht vermeintlich virtueller Räume. Der Workshop sucht – abseits von best-practice-Präsentationen und benchmarking-Analysen -Antworten auf die Fragen, wie bewährte Themen in den neuen Öffentlichkeiten erfolgreich vermittelt werden können und ermuntert zu einen kreativen, entspannten Umgang mit den Mitmach-Netzwerken.
Thomas Richter
Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Humboldt-Universität zu Berlin
Tom Schmiedel
Geschäftsführer Kommunikation NORDSONNE IDENTITY
