Workshops : Welle 3

3A: Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – Imagebildung im Verbund 

Mit der Imagekampagne Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg hat sich die Landesrektorenkonferenz das Ziel gesteckt, bundesweit den Hochschulstandort Baden-Württemberg zu stärken. Hochschulkommunikation dient der Imagebildung, der Anwerbung von Studierenden und der Einbindung einer Hochschule in den gesellschaftlichen Kontext. Was für eine einzelne Hochschule gilt, muss nicht notgedrungen für mehr als 20 unabhängige Hochschulen gelten. Welche Bedingungen bei ihrer Entstehung berücksichtigt werden müssen, welche Aspekte der organisationsinternen Kommunikation eine Rolle spielen, wie kreativ eine solche Kampagne sein kann und darf, mit welchen Instrumenten sie arbeiten kann oder muss, welche konzeptionell-inhaltlichen Ideen der Kampagne zum Ziel führen können – solche und ähnliche Fragen sollen im Workshop dargestellt und diskutiert werden. ‚Reiner Theorie’ sind solche Überlegungen ein willkommener Anlass, die Ideale und Modelle mit der Praxis zu konfrontieren. 

Prof. Dr. Elke Theobald
Studiendekanin Studiengang Werbung an der Hochschule Pforzheim 

Prof. Dr. Franco Rota
Prorektor Hochschule der Medien, Stuttgart 

 

3B: Internationale Kommunikation

Die Welt der Wissenschaft ist längst globalisiert, aber ist es auch die Wissenschaftskommunikation? Der Workshop stellt Kommunikationswege und Instrumente der grenzüberschreitenden Wissenschafts-PR vor, die auch mit kleinem Budget erlauben, seine Nachrichten rund um den Globus zu verbreiten. Diskutiert werden unter anderem das Für und Wider sowie Kosten und Nutzen von internationalen Informationsdiensten und der Einsatz fremdsprachiger Pressemitteilungen. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern zu helfen, sich Klarheit über die eigenen Möglichkeiten und Ziele zu verschaffen und Ansätze für eine konkrete Umsetzung zu vermitteln. 

Dr. Andreas Archut
Abteilungsleiter Presse und Kommunikation der Universität Bonn 

 

3C: Fakten statt Bauchgefühl: Softwaregestützte MedienResonanz-Analyse für Hochschulen 

Sie sind gut – aber können Sie das auch bei Rektor, Präsidenten, Kanzler & Co. belegen? Ab jetzt: Ja! Denn zu diesem Zweck haben fünf Universitäten ein eigenes Analyse-Tool für Ihre Pressearbeit entwickelt, das genau auf die Bedürfnisse von Hochschul-Pressestellen zugeschnitten ist. Mit der Software IQ_MRA erfassen, organisieren und analysieren Sie Ihre Medienresonanz, beeindrucken Hochschulleitung und potenzielle Sponsoren, haben stichhaltige Argumente in der Diskussion um knappe Ressourcen – und können mit guter Begründung auch einmal „Nein“ sagen, wenn Ihnen eine aussichtslose Medienaktion angetragen wird. Entwickelt wurde die Software IQ_MRA von den Universitäten Hohenheim, Kassel, Karlsruhe, Osnabrück und Paderborn unter dem Dach der Initiative „Qualität von Hochschulkommunikation – IQ_HKom“. 

Florian Klebs 
Pressesprecher Universität Hohenheim 

Dr. Elisabeth Zuber-Knost 
Institut für Technologie – KIT 

Simon Scheuerle, MRA
Pressestelle des Karlsruher Institut für Technologie – KIT

 

3D: „The Eagle has landed“ 

Wenig Zeit, knappe Ressourcen und trotzdem muss das Ergebnis stimmen. Der Workshop „The Eagle has landed“ füllt das dynamische Dreieck des Projektmanagements mit Leben und macht deutlich, dass ein Projekterfolg nur über ein funktionierendes Projektteam zu erreichen ist. 

Der Workshop umfasst auf praktische und spielerische Weise den weiten Bereich Projektmanagement und sorgt für manche Aha-Effekte. Spaß ist garantiert und das Gewinnerteam erhält für seine Bemühungen eine kleine Belohnung. 

Dr. Hartmut Rösch
Projektleiter European Business Masters Cup der HdM, Lehrbeauftragter für Projektmanagement und Präsentations- und Verhandlungstechnik an der HdM 

 

3E: Studierendenmarketing auf dem Weg zum Web 2.0 

Surfen, Mailen, Twittern, Bloggen, chatten, Sky-pen, SMSen, googlen... Kaum etwas bringt mehr die Welten zum Ausdruck, die zwischen dem Kommunikationsverhalten junger Studierender und deren Elterngeneration liegen als die Auflistung dieser Begriffe. Es sind nicht nur neue Medien, Kommunikationskanäle und -instrumente, die den Unterschied machen. Es ist auch der Umgang damit. Die derzeitige Generation von Studierenden in den Hochschulen bzw. Studieninteressierten vor deren Toren tut dies mit größter Selbstverständlichkeit und viele Kommunikationsinstrumente werden parallel genutzt. Redundanzen der Informationen werden dabei billigend in Kauf genommen. Zunehmend geht es folglich auch für Hochschulen nicht mehr nur darum, den eigenen Webauftritt zu optimieren und die „Usability“ zu steigern. Die Hochschulen müssen vielmehr auch andere, neue und vor allem mehr Kommunikationskanäle ansteuern, wenn sie ihre Zielgruppe im Studierendenmarketing zuverlässig erreichen wollen. Die Antwort auf die Frage, welche der Kanäle die besten und meist frequentierten sind, gibt dabei nicht vor, welche bedient werden, sondern bestimmt vor allem die Prioritäten. Über kurz oder lang müssen alle Kanäle evaluiert, effiziente und effektive Kanäle identifiziert sowie weiter beobachtet werden, um den Erfolg einer Hochschule im Studierendenmarketing sicher zu stellen.

Folgende Themen sollen vertieft behandelt werden:

  • Hochschulmarketing & Web 2.0
  • Umgang mit Studieninformationsportalen
  • Evaluation von Onlinewerbeträgern 

Gunvald Herdin
Projektmanager, Hochschulmarketing, CHE Consult, Gütersloh

Markus F. Langer
Projektmanager, Hochschulmarketing, CHE Consult, Gütersloh

 

3F: Social Media: Beispiele von Community-Aktivitäten 

Social Media-Aktivitäten sind heutzutage aus dem Online-Marketing kaum noch wegzudenken. Aber was verbirgt sich dahinter und welche Zielgruppen können wie über Social Media angesprochen werden? In welcher Relation stehen (Zeit- und Personal-) Kosten und Nutzen? Und inwieweit sind Social Media dazu geeignet, explizit wissenschaftliche Themen an die Öffentlichkeit zu bringen? 

Der Workshop soll anhand des Fallbeispiels Spektrum der Wissenschaft Grenzen und Möglichkeiten des Social Media Marketing im Wissenschaftsjournalismus aufzeigen und wird dabei unter anderem auf Beispiele bei studiVZ, Facebook, myspace, Twitter und LinkedIn Bezug nehmen. 

Ann-Kristin Ebert 
Projektmanagerin Verlag Spektrum der Wissenschaft

Jan Dönges 
Online-Redakteur Verlag Spektrum der Wissenschaft 

 

3G: BURNON statt BURNOUT: Begeistert gesund und kreativ in turbulenten Zeiten 

Die Taktfrequenz unseres Lebens wird immer höher und viele Menschen fühlen sich den Anforderungen Ihres beruflichen und privaten Alltags nicht mehr gewachsen. Erschöpfungszustände mit erheblichem Leistungs- und Motivationsverlust nehmen zu und verhindern die Entfaltung persönlicher Potenziale. Welche Rahmenbedingungen sind nötig, um langfristig motiviert und gesund zu bleiben? Gibt es günstige bzw. ungünstige mentale Grundhaltungen zum Erhalt der Freude an der Arbeit? Wie sind kreative Potenziale langfristig nutzbar? Im Vortrag sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, ein Leben im „Burnon“ zu führen und nicht in ein „Burnout“ zu geraten. Hierbei spielen mentale Haltungen eine wichtige Rolle sowie die Betrachtung der eigenen Fähigkeiten und Potenziale. Auch die Nutzung positiver Emotionen wie Freude, Humor und Lachen ist für ein erfülltes und begeistertes Leben wichtig. 

Prof. Dr. med. Georg Schürgers
Arzt für Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychoanalyse

 

3H: Von der Kunst durchzudringen – Wie hilft man Journalisten, schnell das zu bekommen, was sie haben wollen?

Der Redakteur ist ein hektisches, meist übellauniges Wesen – so muss das vielen Mitarbeitern in Pressestellen und in der Hochschulkommunikation vorkommen. Bringt man ihm Neuigkeiten aus der Hochschule heißt es meist nur „Gerade keine Zeit!“ oder „Und deshalb rufen Sie an?“ Will der Redakteur aber selbst was wissen, muss alles ganz schnell gehen. Ein Forscher in der Humangenetik hat Daten frisiert? Es regnet seit dem Wochenende in den größten Hörsaal? Das Telefon steht nicht still, alle wollen den Rektor oder Präsidenten sprechen, und zwar gleich. Fotos und Pressematerial sollen auch gleich kommen. 

Journalisten und Mitarbeiter in der Hochschulkommunikation sollten gut zusammenarbeiten, aber sie machen sich hin und wieder auch das Leben gegenseitig schwer. Christoph Titz erzählt aus dem Alltag der SPIEGEL-ONLINE-Redaktion, wie ihn Pressemitteilungen sinnvoll erreichen, aus welchen Geschichten für die Home-page werden können und welche Journalisten aus dem einen oder anderen Grund mehr ärgern als interessieren. Weiteres Thema ist die Krisenkommunikation, also der Umgang mit schlechten Nachrichten, die in Hochschulen nicht zum Tagesgeschäft zählen, aber mit denen ein professioneller Umgang besonders wichtig ist.  

Der Workshop zeigt, was aus Sicht der Redaktion besser laufen könnte – und wie die Zusammenarbeit mit Hochschulpressestellen dem Journalisten Spaß macht. Denn kriegt der Redakteur, was er haben möchte, schafft es die 

Hochschule in die Medien und am Ende des Tages sind beide glücklich – hoffentlich. 

Christoph Titz
Redakteur bei SPIEGEL ONLINE, Ressort UniSPIEGEL