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Welle 4

Freitag, 16.9.,10.00 bis 11.30 Uhr


4 a - Pressesprecherprivileg und Auskunftspflichten – Rechtsfragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
RA Prof. Dr. Johannes Weberling (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) / Rechtsanwälte Dr. Johannes Weberling, Berlin)

Seit der Spiegel-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts steht fest, daß öffentliche Einrichtungen im Rahmen der institutionellen Garantie der freien Presse verpflichtet sind, Fragen von Medienvertretern zu beantworten. Auskünfte dürfen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen verweigert werden. Auskünfte, die Medienvertreter von Pressesprechern bekommen haben, müssen von Medien regelmäßig nicht mehr auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Pressesprecher haften ihrerseits grundsätzlich nicht für die Folgen von Auskünften, die sie nach bestem Wissen und Gewissen gegeben haben.

In dem Workshop werden die neuesten rechtlichen Entwicklungen in diesem Spannungsfeld, das ein Schwerpunkt der Arbeit des Studien- und Forschungsschwerpunkts Medienrecht der Europa-Universität Viadrina seit seiner Gründung ist, vorgestellt und diskutiert werden.

4 b  - Die Europa Universität Viadrina – Gegenstand der Berichterstattung im Hörfunk und Fernsehen im Rundfunk Berlin-Brandenburg
Angelika Jordan (Studioleiterin des Rundfunks Berlin-Brandenburg), Klaus Lampe (freier Journalist)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen das gläserne Studio des rbb im Stadtzentrum von Frankfurt (Oder), Logenstraße 8, bei einer Führung näher kennen und erfahren, was bimediales Arbeiten für die Journalisten und Techniker vor Ort konkret bedeutet. Thematisiert wird, wie attraktiv die Europa-Universität Viadrina für die Berichterstattung in Hörfunk und Fernsehen des rbb tatsächlich ist. 

Ebenso wird in diesem Workshop dargestellt, welche Themen für unterschiedliche Radiowellen und verschiedene Fernsehsendungen von besonderem Interesse sind. Außerdem soll darüber diskutiert werden, wie bei der Berichterstattung über universitäre Leistungen in Lehre und Forschung in den Medien Allgemeinverständlichkeit und die Würdigung der spezifischen fachlichen Bedeutung verbunden und vermittelt werden.

Bitte beachten Sie:
Dieser Workshop ist mit einer
Besichtigung des rbb-Studios
verbunden. Treffpunkt:
Logenstr. 8, Frankfurt (Oder)

4 c - Erfolgskontrolle durch Medienresonanzanalyse     
Florian Klebs (Universität Höhenheim), Simon Scheuerle (KIT)

Die Erfahrung zeigt: Im Kampf um Ressourcen gewinnen vor allem Pressestellen, die ihre Arbeit sauber evaluieren. Die beste Grundlage dafür sind die Kriterien der Initiative Qualität von Hochschulkommunikation (IQ_HKom) des Bundesverbandes Hochschulkommunikation. Mit den Softwarepaketen „PM_Organizer“ und „MRA_Tool“ können Sie Ihre Arbeit nicht nur auswerten, sondern von Anfang an strategisch planen, Zeit gewinnen, Sponsoren beeindrucken und schließlich durch Fakten überzeugen. Entwickelt wurde die Software IQ_MRA von den Universitäten Hohenheim, Kassel, Karlsruhe, Osnabrück und Braunschweig unter dem Dach der IQ_HKom.

4 d  - Die Infografik: Transportmittel für Informationen
Dr. Raimar Heber (dpa-infografik GmbH Berlin)  

Daten aller Art kommen meistens, wie die Nachrichten auch, besser zum Rezipienten, wenn sie visuell unterstützt werden. Natürlich gibt es da Quellen, Regeln, Hilfsmittel, Eselsbrücken und Tricks. Ich habe diese Punkte gebündelt und mit Beispielen (gute und weniger gute) hinterlegt. Oft sind meine Thesen etwas zugespitzt, aber so kann man sich daran reiben und sich das Wichtige besser merken. Die Themen die ich behandle sind:

- Die Aufmerksamkeit: ein flüchtiges Gut
- Lenkung der Aufmerksamkeit
- Text-Bild Gewichtung
- Leserführung
- Symbole/Legenden
- Einsatz von Farbe
- Perspektive/Verzerrungen.

4 e - Spiel mit mir das Markenspiel  (nur für Mitglieder)
Dr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig

Viele Hochschulen generieren Cluster, Verbünde, Allianzen und Zentren. Interessanter Weise ist die „Sichtbarkeit“ eines der meist genannten Motive für die explosionsartige Vermehrung dieser Zweckgemeinschaften. Logos und Designs entstehen oft schon in der Gründungsphase, dezentral und unabgestimmt. Sie dienen als Instrumente der Identitätsfindung, Profilierung und Abgrenzung.

Welche Rolle hat die Hochschulkommunikation in diesem komplexen Spiel zwischen Inhalten, Konzepten und Zeichen? Wie können wir im Signet-Gewimmel Wiedererkennbarkeit, Orientierung und Ästhetik schaffen? Können wir von Unternehmen lernen oder benötigen wir einen eigenen Weg? Der Workshop startet den Versuch, Regen für eine hochschulgerechte Markenarchitektur zu ergründen.

4 f - Kommunikation im Rahmen von Veränderungsprozessen
Dr. Thomas Windmann (Karlsruher Institut für Technologie, KIT)

Die Veränderungen in der Hochschule, dem Institut oder der Abteilung stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Regel skeptisch gegenüber. Veränderungen sind mit Unsicherheit über die Zukunft verbunden und können als Gefahren und Risiken wahrgenommen werden. Zur Überwindung dieser Hindernisse ist eine optimale Kommunikation unerlässlich.
 
Im Change Management wird dieser Einstellung des Menschen Rechnung getragen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden frühzeitig auf anstehende Veränderungen durch umfassende und angemessene Informationen vorbereitet und durch den Prozess begleitet. Mit Hilfe der Neurokommunikation werden Entscheidungsprozesse verschiedener Zielgruppen betrachtet. Die Bereitschaft zur Veränderung in der Belegschaft ist die Basis für den Erfolg, ansonsten können kleine Widerstände das Gesamtprojekt zum Scheitern bringen.

Darüber hinaus muss der Veränderungsprozess auch gezielt nach außen kommuniziert werden, um die entsprechenden Schritte zu legitimieren und die Erfolge sichtbar zu machen.

Der Workshop berichtet über Erfahrungen der Fusion zweier Wissenschaftseinrichtungen, der Neugestaltung einer Presse- und Kommunikationsabteilung und greift gerne aktuelle Fallbeispiele auf.

Anschließend: Abschlussplenum