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Welle E

Donnerstag, 12. September 2013, 16.00 Uhr - 17.30 Uhr


D1: „Senden ins Leere?“ Wie eine immer professionellere Hochschulkommunikation mit einer krisenhaften Medienbranche interagieren kann

Was bedeutet der dramatische Umbruch in der Zeitungslandschaft für die Arbeit von Universitätspressestellen und -kommunikationsabteilungen? Entwicklungen wie die Schließung der FTD oder die Beinahe-Pleite der Frankfurter Rundschau, die jetzt unter dem Dach der FAZ mit einer Rumpf-Redaktion weiter Zeitung macht, können nicht ohne Folgen bleiben für die Wirkung universitärer Pressearbeit.

Wie müssen sich Pressestellen künftig auf dieser neue Situation einstellen? Gibt es z. B. Wege, eigene Kommunikationskanäle neben den klassischen Medien zu etablieren – möglicherweise sogar unter Umgehung der bisherigen Redaktionen? Und wie geht man um mit der Deprofessionalisierung des Journalistenberufs, die zu immer fragwürdigeren Ergebnissen führt? Auf der anderen Seite stehen immer besser ausgestattete und professionell agierende Pressestellen und Kommunikationsabteilungen. Senden diese bald ins Leere? Auf alle diese Fragen gibt es bisher kaum befriedigende Antworten. Das World Cafe verfolgt daher folgende Ziele: Austausch über mögliche neue Publikationsformate, Ausloten von regionalen und überregionalen Vernetzungsmöglichkeiten und weitere Themen, die in diesem Zusammenhang von Interesse sind.

Jörg Feuck
Pressesprecher, Leiter Corporate Communications
Technische Universität Darmstadt
Geb. 1962, Diplom-Politologe, 1983 bis 2004 Korrespondent, Volontär und Redakteur der Frankfurter Rundschau, davon 2001 bis 2004 Leitender Redakteur für Bildung und Hochschulen im Ressort Politik. Ausgezeichnet mit zwei Journalistenpreisen. Seit 2004  Leiter Kommunikation und Medien (jetzt Stabsstelle) der TU Darmstadt.

Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher, Leiter Marketing und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt
Dr. Olaf Kaltenborn, Jahrgang 1965, ist seit 2006 Pressesprecher und Leiter Marketing und Kommunikation der Goethe-Universität Frankfurt. Zuvor war er in gleicher Position an der Universität Witten/Herdecke tätig. Er studierte Journalistik, volontierte bei der Berliner Zeitung; 2000 promovierte er in Politikwissenschaft an der Universität Essen.



D2: Social Media in der Hochschulkommunikation: Von der Strategie zur Praxis

Kommunikationsverantwortliche stehen häufig vor den Fragen: Wie nutze ich das Potenzial von Social Media optimal für meine Hochschule? Wie funktioniert Social Media eigentlich in der Praxis? Der Ansatz des Vortrags ist praktischer Natur: Anhand von Beispielen werden die strategischen und operativen Herausforderungen aufgezeigt und Impulse und Anregungen für die Tagesarbeit gegeben.

Zu Beginn wird das Thema Konzeption und Strategie kurz beleuchtet. Der Fokus des Vortrags liegt auf dem Teil „Von der Strategie zur Praxis“. Zentrale Fragen sind: Was sind die Aufgaben eines Social Media Managers? Woher kommen die Inhalte? Wie muss ich posten, um meine Ziele zu erreichen? Welche Tools erleichtern die Tagesarbeit?
Im dritten Teil geht es um das Monitoring und Reporting, in dem interessante Tools gezeigt werden sollen. Abschließend werden Best Practice-Beispiele präsentiert. In einem kleinen Werkstattbericht wird das Facebook-Projekt der Uni Koblenz-Landau vorgestellt.

M.A. Giovanna Marasco
Online-Redakteurin
Universität Koblenz-Landau
Giovanna Marasco (29) ist Online-Redakteurin der Universität Koblenz-Landau und Social Media Managerin (depak). Sie betreut den Webauftritt, das Online-Studierendenmarketing, leitet das Projekt UniBlog und ist für den Bereich Social Media verantwortlich. An der Universität Marburg studierte sie „Deutsche Sprache und Literatur“ und „Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft“. Während des Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Freie Journalistin und machte u. a. Station beim Hörfunk, einer PR-Agentur und einer Tageszeitung. Nach dem Magisterabschluss volontierte sie bei der Rhein-Zeitung in Mainz, Koblenz und Neuwied.


D3: Quick, but not dirty. Was ein Science Media Center in Deutschland leisten kann

Seit mehr als zehn Jahren versorgt das britische Science Media Center englischsprachige Journalisten mit Expertise „when science hits the headlines“. Das SMC orientiert sich hierbei konsequent an den Bedürfnissen des Medienbetriebs, liefert täglich und im zeitlichen Rhythmus einer Nachrichtenagentur evidenzbasierte Expertise zu komplexen Themen. Der Workshop will die Arbeitsweise des SMC vorstellen und an drei praktischen, medial stark diskutierten Beispielen – Kontroverse um die Genmais-
fütterungsstudie von Prof. Seralini, erblicher Brustkrebs (Angelina Jolie), therapeutisches Klonen beim Menschen – zeigen, welchen Service ein SMC den Journalisten bietet. In der Diskussion mit dem Publikum wollen wir erörtern, inwiefern eine solche Einrichtung auch in Deutschland helfen kann, die Berichterstattung über wissenschaftliche Themen insbesondere bei kontroversen und komplexen Themen zu verbessern. Zentrales Anliegen der Diskussion wäre es auszuloten, ob und was die Einrichtung eines SMC in Deutschland für Hochschulkommunikatoren bedeuten würde.

Franco Zotta
Projektleiter WISSENSWERTE im Projektbüro von
TU Dortmund & Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK)
Franco Zotta arbeitet im gemeinsamen Projektbüro von TU Dortmund und Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK), das das Programm für die alljährliche wissenschaftsjournalistische Fachkonferenz WISSENSWERTE entwickelt. Das Projektbüro hat 2012/13 mit Förderung der Robert-Bosch-Stiftung die Arbeit des britischen Science Media Center (SMC) analysiert und untersucht, inwieweit ein SMC auch für Deutschland sinnvoll ist.

Volker Stollorz
Freier Wissenschaftsjournalist (Köln)
Volker Stollorz ist freier Wissenschaftsjournalist aus Köln, der u. a. regelmäßig für den Wissenschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schreibt und auf der vergangenen Wissenswerte in Bremen eine Podiumsdiskussion zum medialen Umgang mit dem Fall „Seralini“ moderierte, bei dem das britische SMC-Center Anerkennung und Kritik gleichermaßen erntete.  -


D4: Veranstaltungsrecht – Keine rechtlichen Probleme beim Ausrichten von öffentlichen Hochschulveranstaltungen und studentischen Messen

Viele Hochschulen führen zu Werbezwecken öffentliche Veranstaltungen auf dem eigenen Hochschulgelände oder in fremden Räumlichkeiten durch – oder sie richten für ihre Studierenden Karrieremessen aus, bei denen Unternehmen der Region sich vorstellen, um mit den Studierenden in Kontakt zu kommen. Als Veranstalter muss man dann etliche Besonderheiten beachten und unterliegt einer großen Anzahl von Pflichten. Ziel des Vortrages ist es, diese Pflichten und Besonderheiten vorzustellen und dabei sowohl die planerische als auch die rechtliche Seite näher zu beleuchten. Schwerpunkte sind hierbei: besondere Rechtsprobleme bei Veranstaltungen, Haftung und Haftungsausschluss, GEMA-Meldung, Künstlersozialabgabe, Messeverträge, das Erkennen von Vertragsfallen, Ausländersteuer, Versammlungsstättenverordnung sowie rechtliche Probleme im Rahmen des Verkaufs von Eintrittskarten.

Die Zuhörer haben die Möglichkeit, diese und andere damit verbundenen Themenbereiche mit dem Vortragenden zu diskutieren.

Prof. Dr. jur. Andreas Wien
Professor für Recht mit den Schwerpunkten Wirtschaftsrecht und Internetrecht
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Prof. Dr. Andreas Wien ist Volljurist mit der Befähigung zum Richteramt und höheren Verwaltungsdienst. Seit 2006 ist er Professor für Recht mit den Schwerpunkten Wirtschaftsrecht und Internetrecht an der Hochschule Lausitz bzw. der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Neben zahlreichen Fachaufsätzen ist er Autor von Lehrbüchern zu den Themen Internetrecht, Arbeitsrecht, Bürgerliches Recht, Existenzgründung, Personalwesen, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Herausgeber eines Lehrbuchs zum Veranstaltungsmanagement sowie der wissenschaftlichen Schriftenreihe „Edition Wirtschaft und Recht“.



D6: Qualität hat ihren Preis. Aber Kooperationen machen Filme im Internet effektiver und günstiger: Multimedia-portal wissen.hannover.de

Das Multimediaportal „studieren.forschen.wissen“ der Initiative Wissenschaft Hannover ist seit März 2013 online. Auf den ersten Blick: Ach, noch ein neues Filmportal? Nein, hier präsentiert sich ein ganzer Wissenschafts- und Hochschulstandort multimedial in HD-Qualität. Acht Hochschulen und fünf weitere Partner aus Wissenschaft und Stadt haben sich zusammengeschlossen. Sie zeigen unter www.wissen.hannover.de die Welt von Forschung und Studium mit einem breiten Spektrum und klaren Zielgruppen.

Wie ist es Hannover gelungen, die singulären Interessen in der Wissenschaftslandschaft zu überwinden? Welchen Platz haben Filme in der Kommunikationsstrategie von Hochschulen? Hilft die Kooperation mit einem Medienkonzern? Einblicke in ein ambitioniertes Kooperationsprojekt nach einem halben Jahr Online-Erfahrung. Von Governance-Struktur bis zu Reichweitendiskussion, von Visionen bis zum harten Feed-back der Zugriffszahlen.

Theda Minthe
Leiterin Wissenschaftsstadt Hannover im Büro des Oberbürgermeisters
Initiative Wissenschaft Hannover l Landeshauptstadt Hannover
Theda Minthe leitet im Büro des Oberbürgermeisters das Sachgebiet Wissenschaftsstadt. Dort ist sie verantwortlich für die Koordination der Initiative Wissenschaft Hannover. In dieser Funktion hat sie das Multimediaportal studieren.forschen.wissen unter wissen.hannover auf den Weg gebracht und ist Projektleiterin zweier Großevents – dem November der Wissenschaft und dem Festival der Philosophie sowie weiterer Projekte zu „Study and Stay“ in Hannover. Bevor Theda Minthe im Jahr 2000 aus familiären Gründen nach Hannover wechselte, war sie Pressesprecherin und Referatsleiterin im Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern.

Stefan Zorn
Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover
Stefan Zorn, Jahrgang 1963, hat als Diplom-Biologie Einblicke in die Welt der Wissenschaft gewonnen. Als Redakteur mit 15 Jahren Erfahrung bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hat er gelernt, wie Themen aufbereitet werden müssen, damit sie die Menschen interessieren. Seit 2005 kombiniert er beide Ausbildungen als Sprecher der Medizinischen Hochschule Hannover. Mit seinem Team aus acht Kolleginnen hat er Deutschlands einzige rein medizinisch ausgerichtete
Universität in der Klinik- und Hochschullandschaft neu positioniert.

Sonja von Brethorst
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Sonja von Brethorst leitet seit 2002 die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Studiert hat sie Diplom-Biologie. Danach folgten mehrere Praktika im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und eine mehrmonatige Tätigkeit als Redaktions-
assistentin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf der Expo 2000. In Köln hat sie ein PR-Volontariat bei der Kommunikationsagentur MasterMedia gemacht.


D7: Die Zukunft des Hochschulmagazins: zwischen Wissenschaftsjournalismus und Hochschulkommunikation

Die meisten Hochschulen haben heute mindestens ein Magazin, welches sich durch den Anspruch auszeichnet, ein Wissen(schaft)smagazin zu sein, das sich an wissenschaftsjournalistischen Kriterien und einer breiteren Öffentlichkeit orientiert. Meist sind diese Publikationen aus einer eher hochschulspezifischen Publikation entstanden und/oder haben diese ersetzt.

Doch wie wird eine solche Publikation in der Masse gut gemachter und interessanter Wissensmagazine unverwechselbar, ohne einen sehr individuellen Bezug zum eigenen Standort? Das Hochschulmagazin der Zukunft muss sich der Herausforderung stellen, im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsjournalismus und Hochschulkommunikation seinen Platz zu finden und seine eigenen Kriterien zu definieren.

Manuel J. Hartung
Geschäftsführer
TEMPUS CORPORATE GmbH – Ein Unternehmen des ZEIT Verlags
Manuel J. Hartung ist seit 2011 Geschäftsführer von TEMPUS CORPORATE, einer Tochter des ZEIT Verlags. Zuvor war er McCloy-Scholar an der Harvard University, Chefredakteur des ZEIT-Studentenmagazins ZEIT CAMPUS und Redakteur der ZEIT für Hochschulpolitik. Er war Lehrbeauftragter für Journalismus an der Universität Göttingen und hielt Vorträge an zahlreichen Universitäten, u. a. am Boston College, der Indiana University und den Universitäten Konstanz und Tübingen.

Dr. Regine Brandtner
Projektmanagerin
TEMPUS CORPORATE GmbH – Ein Unternehmen des ZEIT Verlags
Dr. Regine Brandtner ist seit 2011 Projektmanagerin bei TEMPUS CORPORATE und leitet dort besonders Projekte im Bereich der Hochschul- und Wissenschaftskommunikation. Sie ist promovierte Linguistin und Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln, zuvor arbeitete sie im Stiftungsprojekt „Initiative Wissenschaftsjournalismus“ der TU Dortmund und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ZEIT Verlags.