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Workshops Welle B

Donnerstag, 14.15 Uhr – 15.45 Uhr


B1 | Politische Kommunikation | WORKSHOP

Initiativen und neue Gesetzesvorlagen von Bund und Ländern im Hochschulbereich zeigen die zunehmende Bedeutung der politischen Kommunikationsfähigkeit von Hochschulen und Hochschulverbünden. Vor diesem Hinteregrund hat der Bundesverband Hochschulkommunikation eine Projektgruppe eingerichtet, um Rahmen, Methoden und Grenzen der politischen Kommunikation besser zu verstehen und um politische Kommunikation der Hochschulen weiter zu stärken. Im Rahmen dieses Workshops werden Thesen zur politschen Kommunikation und Handlungsempfehlungen vorgestellt, diskutiert und gemeinsam weiter erarbeitet.

Dabei wird es auch um die folgenden Fragen gehen: Kommunizieren Hochschulen noch zu wenig ihre gesellschaftliche Relevanz? Haben Hochschulen zu viel Angst vor Transparenz? Und verstehen zum Teil noch nicht einmal die politischen Logiken?

Opens internal link in current windowJulia Wandt, Universität Konstanz
Opens internal link in current windowDr. Patrick Honecker, Universität zu Köln


B2 | Deeskalation und Bedrohungsmanagement

Sicherheit ist ein vielschichtiges Konstrukt. Es hat objektive Komponenten, also zum Beispiel Gebäudesicherheit, Alarmmöglichkeiten, Wachdienste und ähnliches. Und vor allem hat Sicherheit auch eine starke subjektive Seite. Nämlich das persönliche Sicherheitsgefühl und die persönlichen Kompetenzen in gefährlichen Situationen gut und richtig reagieren zu können. Wo viele Menschen zusammenkommen, kommt es auch immer wieder zu schwierigen und gefährlichen Situationen. Studien belegen, dass Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden immer öfter Aggression und Gewalt ausgesetzt sind. Die daraus entstehenden Folgen bei den Mitarbeitern sind Verunsicherung, psychische Belastung und ein Anstieg der Krankheitstage. Wie können wir einer solchen Entwicklung begegnen? Die Strategie sollte sowohl die individuelle Ebene des einzelnen Mitarbeiters als auch die strukturelle Ebene der Universität berücksichtigen. Der Vortrag beleuchtet sowohl die individuelle Handlungsebene, als auch die strukturelle Ebene der Organisation. Es werden Modelle der deeskalierenden Kommunikation und des Bedrohungsmanagements vorgestellt. Anhand von realen Fallbeispielen aus dem universitären Umfeld werden die Teilnehmer eingeladen die Modelle konkret nachzuvollziehen und bei Bedarf auch zu diskutieren.

Opens internal link in current windowKatrin Streich, Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement


B3 | Wer weiß was über was? Wie das Science Media Center Germany zur Expertenidentifikation beiträgt | WORKSHOP

In Wissensgesellschaften ist das Finden, Einordnen, Bewerten, und Verteilen von Wissensbeständen der Wissenschaft eine enorme Herausforderung öffentlicher Kommunikation. Das Dilemma ist: Wissen ist eine ungleich verteilte Ressource. Für informierte öffentliche Debatten sind hohe Barrieren zu überwinden und knifflige Fragen zu beantworten: Wer ist überhaupt Experte für was? Woran erkennen Experten echte Expertise? Nach welchen Kriterien wählen Journalisten wissenschaftliche Experten aus? Wie bewerten Wissenschaftskommunikatoren an Hochschulen den Pool ihrer Experten? Wie und von wem sollte neues oder verlässliches Wissen in den Kontext der vorhandenen Weltanschauungen, Werte und Überzeugungen eingebettet werden? In diesem Workshop erläutert der Wissenschaftsjournalist und Geschäftsführer Volker Stollorz zunächst kurz das Konzept Science Media Center und diskutiert dann mit den Teilnehmern, wie und von wem sich echte Experten identifizieren lassen. In der Session soll auch erörtert werden, wie das Science Media Center Germany als Experten-Entdecker effektiv mit den Hochschulkommunikatoren zusammenarbeiten kann bei der Suche nach den Expertisen der Wissenschaft.

Opens internal link in current windowVolker Stollorz, Redaktionsleiter und Geschäftsführer Science Media Center Germany


B4 | Social-Media-Recht | VORTRAG mit DISKUSSION

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hochschulen ist heutzutage stark geprägt vom Umgang mit den neuen Medien. Immer mehr Hochschulen nutzen für ihr Hochschulmarketing soziale Netzwerke. Plattformen wie Facebook, YouTube, Google+, XING und Twitter bieten viele neue Möglichkeiten – aber auch rechtliche Fallstricke und Gefahren. Ziel des Vortrages ist es, einen Überblick über relevante Themengebiete und Strukturen zu geben. So stellen sich beispielsweise Fragen wie: Was muss in einem Impressum stehen? Welche rechtlichen Fallstricke und Probleme können entstehen? Was muss ich bei der Verwendung von Texten, Musik, Bildern und Videos in sozialen Netzwerken beachten? Verstöße gegen die rechtlichen Vorgaben können zu kostspieligen Abmahnungen führen. Ziel des Vortrags ist es, die Zuhörer für derartige Stolpersteine zu sensibilisieren und Anhaltspunkte dafür zu geben, wie Fehler auf diesen Gebieten vermieden werden können.

Opens internal link in current windowProf. Dr. Andreas Wien, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg


B5 | Live-Kommunikation: Das Jetzt entscheidet | PARTNER-PRÄSENTATION

Bewegte Bilder live übertragen: Früher brauchte man dafür einen Ü-Wagen – heute genügt ein Handy mit Meercat oder Periscope. Videokonferenzen lassen sich leicht mit Google Hangouts organisieren – auf Wunsch auch „on air“ über YouTube. Es gibt Tweetups und WhatsApp Groupchats. Und es gibt Jugendliche, die ihr Leben über LiveNow oder SnapChat versenden. Die technischen Möglichkeiten für Live-Kommunikation explodieren gerade. Doch wie passt das zur langfristig angelegten Kommunikation einer Hochschule? Spielt es bei Hochschulthemen überhaupt eine Rolle, ob etwas genau jetzt stattfindet oder vielleicht gestern stattgefunden hat, kurz: Bietet der Kontakt in Echtzeit wesentliche Vorteile? Lohnt sich der Aufwand, gibt es Risiken? Im Workshop möchte ich einige neue Formate vorstellen und live (!) ausprobieren. Anschließend diskutieren wir das Für und Wider und suchen gemeinsam nach Einsatzmöglichkeiten in der Hochschulkommunikation.

Opens internal link in current windowMarcus Flatten, Mann beißt Hund


B6 | Citizen Science – Frische Formate für Kommunikation und Forschung an Hochschulen | WORLD CAFÉ

Zugvögel via App orten, historische Quellen transkribieren oder künstliches Licht am Nachthimmel messen: Citizen Science hat Tradition – beispielsweise in der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern mit forschenden Vereinen – und erlebt einen Boom: Ein Jahr nach dem Start der Citizen Science-Plattform www.buergerschaffenwissen.de präsentieren zahlreiche Bürgerwissenschaftsprojekte ihre Aktivitäten. »Die Nachfrage ist deutlich größer als erwartet«, sagt David Ziegler von »Bürger schaffen Wissen«. Einige Projekte sind bemerkenswert und beliebt; sie verdienen es, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschulen stärker hervorgehoben zu werden.

Welche Synergien ergeben sich also für eine gelungene Kommunikationsarbeit der Pressestellen? Und wie können Wissenschaftler im Austausch mit den Bürgerforschern unterstützt werden? David Ziegler wird zunächst im Workshop berichten, wie sein Team einzelne Projekte vernetzt und die Öffentlichkeit auf die Bürgerwissenschaften aufmerksam macht.

Sind wir bereit für einen echten Dialog mit den Bürgern? In einem World Café werden wir offene Fragen klären und frische Formate für die Kommunikationsarbeit diskutieren. Die Praxistipps fließen anschließend in nützliche Leitlinien ein.

Opens internal link in current windowKatrin Koster, Universität Duisburg-Essen
Opens internal link in current windowDr. Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Opens internal link in current windowDavid Ziegler, Museum für Naturkunde Berlin, Online-Plattform buergerschaffenwissen.de


B7 | Moments that Matter – Lernen Sie Ihre Zielgruppen kennen | PARTNER-PRÄSENTATION | Max. 25 TN

Kreativ-Workshop zur Annäherung an Zielgruppen für  die Wahl der Kommunikationsmaßnahmen und entsprechender Kommunikationskanäle.

„Personas“ sind Stellvertreter für eine Gruppe von Menschen in einem bestimmten soziodemografischen Umfeld. Diese werden durch die Workshop-Teilnehmer zum Leben erweckt und erhalten einen Charakter, Vorlieben und Abneigungen, persönliche Einstellungen und Werteempfinden und definieren ihren Tages- und Lebensrhythmus. Sie geben damit Aufschluss über ihre Bereitschaft wann und wie und ob sie überhaupt für bestimmte Botschaften empfänglich sind.  Anhand dieser Modellzielgruppen können  Kommunikationsstrategien konkreter vorbereitet und Kommunikationskanäle besser definiert werden.   

Der Workshop vermittelt diese Methode  anhand von einzelnen, durch die Teilnehmer selbst zu erarbeitenden  „Persona“-Beispielen und kann für jede Zielgruppenkommunikation angewendet werden: ob bei einer internen Kommunikationsstrategie zur Unterstützung von Change-Prozessen oder zur erfolgreichen Ausrichtung von Kommunikationsmaßnahmen zur Bewerbung von Studiengängen.

Opens internal link in current windowJan Hawerkamp, TEMPUS CORPORATE


B8 | Interne Kommunikation – Strategien, Herausforderungen, Praxisbeispiele| BEST PRACTICE/ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

Lange galt die Interne Kommunikation als wenig beachtetes Stiefkind unter den Disziplinen der Hochschulkommunikation. Erst allmählich setzt sich auch an Hochschulen die Einsicht durch, dass das Image einer Institution wesentlich davon abhängt, welches interne „Klima“ herrscht und wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach außen über ihre Arbeit sprechen. Eine professionelle Interne Kommunikation kann einen Beitrag dazu leisten, Informationen transparent zu verbreiten, Veränderungen zu gestalten, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu fördern sowie deren Motivation und Bindung zu stärken.

Am konkreten Praxisbeispiel wird gezeigt, wie Interne Kommunikation – abgestimmt auf Größe und Profil einer Institution – neu strukturiert werden kann. Es wird über Erfahrungen mit strategischer Projektarbeit berichtet, darüber, was man alles machen könnte, was sich aber an einer Uni wie beispielsweise der LMU doch nicht sinnvoll umsetzen lässt, und wie sich mit der Internen Kommunikation auch die Rolle der Hochschulkommunikation innerhalb der Institution wandeln kann.

Opens internal link in current windowLuise Dirscherl, LMU München
Opens internal link in current windowDr. Kathrin Bilgeri, LMU München