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Workshops Welle C

Donnerstag, 16.30 Uhr – 18.00 Uhr


C1 | Gute Wissenschaftskommunikation im Praxistest - Impulse aus dem Arbeitskreis Leitlinien | WORKSHOP

Mit ihrer gefälschten Studie „Schlank durch Schokolade“ haben zwei Arte-Redakteure jede Menge Medienresonanz erzielt – und gleichzeitig das Wissenschaftssystem vorgeführt. Einmal angenommen, eine gefälschte oder nur schlecht gemachte Studie käme aus unserem Hause - wie würden wir damit umgehen?
In vielen Fällen verfügen wir nicht über genug Hintergrundwissen, um die fachliche Qualität von Meldungen zu beurteilen, die wir im Auftrag der Institute oder der Hochschulleitung herausgeben. Spätestens bei kritischen oder investigativen Nachfragen von Journalisten kann uns dies aber sehr in die Bredouille bringen. Eine schlechte Meldung gegen den Willen des Auftraggebers zu verhindern, erfordert ein Rollenverständnis und ein Mandat, die weit über das vorherrschende serviceorientierte (Selbst-)Bild von PR-Beauftragten hinausgehen.
Wir diskutieren Ideen und Ansätze für ein besseres Qualitätsmanagement im Alltag der Hochschulkommunikation.

Opens internal link in current windowDr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig
Opens internal link in current windowRicarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog


C2 | Think manager - think male? Unter welchen Bedingungen PressesprecherInnen Karriere machen | VORTRAG mit DISKUSSION

Die Feminisierung im Berufsfeld PR ist bereits hinreichend beschrieben worden und quantitativ belegt. Mehr als die Hälfte aller PressesprecherInnen und weit über 60 Prozent der weiteren PR-Experten in Deutschland sind weiblich - bei den Berufseinsteigern sind es sogar rund 80 Prozent Frauen. Nicht angekommen ist diese Entwicklung im Bereich der Führungskräfte: Nur drei DAX30-Unternehmen beispielsweise haben eine weibliche Führung der Unternehmenskommunikation. Die qualitativen Aspekte der Feminisierung hingegen sind bisher wenig empirisch untersucht worden: Die Vermutungen in der Wissenschaft zu den Auswirkungen reichen von einer moralisch-ethischen Verbesserung der PR ("revolution of the heart"-Ansatz, Grunig/Toth/Hon 2000) bis hin zum Warnen vor der "Freundlichkeitsfalle" (Fröhlich 2002), in die PR-Frauen tappen können.

Der Vortrag stellt die Ergebnisse einer aktuellen Berufsfeldstudie vor, die diese Annahmen auf den empirischen Prüfstand gestellt hat und sich mit der Frage beschäftigt hat, unter welchen Bedingungen PressesprecherInnen in Deutschland arbeiten und Karriere machen. Dabei wurden erstmals sozialpsychologische Persönlichkeitsfaktoren wie Karrieremotivation und das Selbstkonzept in die Untersuchung einbezogen.

Opens internal link in current windowProf. Dr. Katrin Hassenstein, Hochschule der Medien Stuttgart


C3 | Print oder digital? Erfahrungsbericht aus der Öffentlichkeitsarbeit einer Wissenschaftsakademie | WORKSHOP

Wenn man in der Öffentlichkeitsarbeit mit möglichst avancierten Mitteln möglichst viele Menschen erreichen will, kann man dann heute noch auf Printprodukte setzen?  Wer will Gedrucktes, wer liest online? Welche Produkte eignen sich wofür? Und stimmt es, dass Jüngere kaum noch zu gedruckten Produkten greifen? Vorgestellt werden Ergebnisse von Evaluierungen und Erfahrungen aus der alltäglichen Praxis.

Opens internal link in current windowGisela Lerch, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften


C4 | Markenrecht – Der richtige Umgang mit Logos und Markennamen | VORTRAG mit DISKUSSION

Im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hochschulen ist es beim Umgang mit Logos und Markennamen erforderlich, sich im Markenrecht auszukennen. Ziel des Vortrages ist es, einen Überblick über die grundlegenden Strukturen und Probleme des Markenrechts zu geben.  

Schwerpunkte sind hierbei: Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Markenschutz? Was ist zu beachten, wenn das Hochschul-Logo verwendet wird? Worauf sollte eine Hochschule achten, wenn sie sich ein Hochschul-Logo von Dritten entwerfen lässt? Wie kann eine Marke geschützt werden? Welche Folgen haben Rechtsverletzungen?

Die Zuhörer haben die Möglichkeit, diese und andere damit verbundene Themenbereiche mit dem Vortragenden zu diskutieren.

Opens internal link in current windowProf. Dr. Andreas Wien, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg


C5 | Digital Collaboration: User Experience Design als Exzellenzfaktor | PARTNER-PRÄSENTATION

Kommunikations- und Kollaborationsplattformen werden auch im universitären Alltag immer wichtiger – sie bilden die Grundlage einer vernetzen Organisation. In ihrer jetzigen Form können sie jedoch häufig nicht mit aktuellen Nutzererwartungen Schritt halten. Oft ist das User Experience Design veraltet, mobile oder ortsbezogene Nutzung wird nicht unterstützt. Intranets oder Hochschulmanagementsysteme sind über Jahre gewachsen, oft fehlt der Investitionswille für eine Überarbeitung.

Dabei können „Digital Workspaces“ entscheidend die interne Kommunikation verbessern, Abläufe erleichtern und kollaboratives Arbeiten fördern. Diese „Touchpoints“ prägen die Wahrnehmung einer Hochschule mit: die Studien-, Forschungs- & Lehrerfahrung wird vom digitalen Kommunikationsumfeld beeinflusst. Das kann auch im Exzellenzwettbewerb eine entscheidende Dimension sein.  

Die Aperto AG arbeitet seit Jahren mit führenden Universitäten wie der RWTH Aachen, der Universität Stuttgart, der TU Dresden im Bereich digitaler Kommunikation zusammen. Für den Vortrag wird der Versuch gewagt, mit dem Wissen eine Vision für die interne Hochschulkommunikation zu entwickeln.

Opens internal link in current windowMarko Thorhauer, Aperto AG
Opens internal link in current windowBjörn Sonnenberg, Aperto AG


C6 | Übergänge gestalten - Die richtigen Studierenden gewinnen und binden | BEST PRACTICE/ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

Angehende Studierende haben heute die Wahl zwischen über 300 Hochschulenund fast 10.000 grundständigen Studienangeboten. Das ist nicht nur eine Herausforderung für Studieninteressierte. Für Hochschulen gilt es, die eigenen Studienprogramme im Wettbewerb zu positionieren und die richtigen Studierenden für ihre Angebote zu finden. Maßnahmen zum Übergang Schule/Hochschule enden jedoch nicht mit der Einschreibung: Gerade die Studieneingangsphase bietet viele Möglichkeiten, Studierenden an Hochschule und Standort zu binden, sie zu begleiten und so auch den Studienerfolg zu steigern. Viele Hochschulen gehen die Gestaltung dieser Phase inzwischen strategisch an, u.a. durch im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätspakt Lehre“ geförderte Projekte.

Das Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (www.hrk-nexus.de) initiert diesen Erfahrungsaustausch mit Projektverantwortlichen aus den Hochschulen. Ziel ist es,  Erfolgsfaktoren an der Schnittstelle von Studienganggestaltung und Hochschulkommunikation zu identifizieren. Die Projektergebnisse sollen vom Projekt nexus aufgenommen und weiterverbreitet werden. 

Opens internal link in current windowDorothee Fricke, Hochschulrektorenkonferenz
Opens internal link in current windowRalf Kellershohn
, Hochschulrektorenkonferenz
Opens internal link in current windowSusanne Glaeser, Fachhochschule Köln
Opens internal link in current windowDr. Meike Vogel, Universität Bielefeld
Opens internal link in current windowDr. Juana Salas Poblete, Universität Bielefeld


C7 | (Forschungs-)Videos zielgruppengerecht und crossmedial präsentieren: research-tv Bielefeld | VORTRAG mit DISKUSSION

In diesem Workshop soll beispielhaft das Projekt research-tv der Universität Bielefeld vorgestellt werden. In loser Reihe gibt research_tv Einblicke in die Forschung an der Universität Bielefeld, stellt neue Projekte vor und berichtet über Erkenntnisse und Entwicklungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In Reportagen und Interviews sehen die Zuschauer, an welchen laufenden Projekten die Wissenschaftler arbeiten, und erfahren, welchen Fragen sie dabei nachgehen und was sie bislang herausgefunden haben. Wir verbinden die Filme crossmedial mit unserem Print-Forschungsmagazin, vernetzen sie mit Pressemitteilungen, präsentieren sie online und posten sie über Facebook und youtube.

Und: Es gibt noch mehr als die kurzen Filme. Wir erstellen weitere Varianten, die die WissenschaftlerInnen in ihrer eigenen communitiyinternen Wissenschaftskommunikation einbinden können. Darüber hinaus wird das Material von Fernsehsendern und Agenturen als Footagematerial verwendet.
 Ein gelungenes Beispiel ist das Filmprojekt über den Laufroboter „Hector“, der es in zwei Varianten bei youtube auf über 100.000 Klicks gebracht hat und von Reuters auch als Video verbreitet wurde.

Die Erfahrungen anderer Hochschulen sollen im Workshop diskutiert werden.

Opens internal link in current windowJochen Kopp, Universität Bielefeld


C8 | Hochschulhandeln unter Akzeptanzdruck: Wie strategische Kommunikation zur Legitimation beiträgt | WORKSHOP

In der Medien- und Protestgesellschaft stehen heute sämtliche Akteure unter dem Druck, ihr Handeln gegenüber kritischen Öffentlichkeiten rechtfertigen zu müssen. Insbesondere öffentliches Bauen hat in der Vergangenheit immer wieder zu massivem Widerstand geführt. „Stuttgart 21“ wurde zur Chiffre für schwindende Akzeptanz. Auch Hochschulen stehen in der Schusslinie: eigene Bauprojekt oder kontroverse Forschungsprojekte machen gesellschaftliche Akzeptanz zur Zielstellung von Kommunikation. Ihre Bezugsgruppen sind dabei durchaus komplexer als bei klassischen Bauprojekten. Studierende sind protestaffine Akteure innerhalb der eigenen Organisation. Externe Bezugsgruppen dürften gerade an Hochschulen besonders hohe Erwartungen an die Qualität von Kommunikation und Partizipation artikulieren. Anhand empirischer Befunde wird aufgezeigt, wie die Organisationskommunikation von Vorhabenträgern bei Infrastrukturprojekten auf Erwartungen von Information und Partizipation strategisch reagiert und inwiefern sie diese gesellschaftlichen Erwartungen in das Organisationshandeln integriert. Auf dieser Basis tauschen die Teilnehmer Erfahrungen zu eigenen Projekten aus und leiten Handlungsempfehlungen für den Hochschulbereich ab.

Opens internal link in current windowFelix Krebber, Universität Leipzig