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Social Media Innovationspreis 2026

Pudding, Rap und ein neuer Slogan: Diese drei Postings räumen den Social Media Innovationspreis 2026 ab

3 Auszeichnungen für die besten Social Media Postings 2025

Ein Pudding, der mit einer Gabel gegessen wird, ein augenzwinkernder neuer Hochschul-Slogan und ein Rap-Video, das IT-Security zum „Cyber Gangstas Paradise“ macht – so sieht exzellente Hochschulkommunikation in den sozialen Medien aus. Beim diesjährigen Social Media Innovationspreis, der im Rahmen des Hochschulbarcamps im Unperfekthaus Essen bereits zum sechsten Mal vergeben wurde, standen genau solche kreativen Brüche und mutigen Ideen im Rampenlicht.

Der Wettbewerb zeichnet Social-Media-Postings von Hochschulen, Universitäten und hochschulnahen Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Entscheidend ist dabei nicht, wer die meisten Klicks generiert, sondern wer mit Kreativität, Einzigartigkeit, inhaltlicher Qualität, Authentizität und handwerklichem Können überzeugt. Dass dieser Ansatz auf große Resonanz stößt, zeigt die Rekordzahl von 153 Einreichungen in diesem Jahr. Alle Beiträge wurden anhand einer strukturierten Bewertungsmatrix von einer Jury aus Hochschulkommunikation, Forschung, Technologie und Agenturpraxis beurteilt. Die zehn bestbewerteten Postings wurden schließlich beim Hochschulbarcamp vor Publikum präsentiert. Im Anschluss entschieden die Teilnehmenden per Online-Voting über die drei Preisträger.

Den ersten Platz belegte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) mit dem Instagram-Reel „Pudding mit Gabel“, das auf humorvolle und zugleich punktgenaue Weise Hochschulalltag und Zielgruppenverständnis verbindet. Die THD folgte einem Trend und bat Präsident Prof. Waldemar Berg, an unterschiedlichen Orten auf dem Campus Pudding mit der Gabel zu essen. Dafür bekommt die Hochschule 1.500 Euro Preisgeld. 

Auf den zweiten Platz mit 1.000 Euro Preisgeld wählten die Teilnehmer*innen des Hochschulbarcamps die SRH University mit „Neuer Slogan für SRH“, einem Reel, das spielerisch und nahbar an der Markenidentität der Hochschule arbeitet: Alina Erb fragt Kolleg*innen nach neuen Slogans – und überzeugte damit im Voting. 

Den dritten Platz und somit 500 Euro Preisgeld sicherte sich die Technische Hochschule Augsburg mit „Cyber Gangstas Paradise“, einem YouTube-Video, das IT-Sicherheit kreativ, selbstironisch und zugleich fachlich fundiert in Szene setzt. Diese drei Beiträge stehen exemplarisch für die Bandbreite an Ideen, mit denen Hochschulen heute in sozialen Medien Aufmerksamkeit erzeugen und gleichzeitig Inhalte vermitteln.

Die Einreichungen machten deutlich, wie stark sich die Social-Media-Arbeit an Hochschulen weiterentwickelt hat. Jurymitglied Bastian Paul (SocialHub) beobachtet dabei einen klaren Wandel: „Mir ist im Vergleich zum letzten Jahr aufgefallen, dass die letztjährige Unsicherheit rund um das Thema KI-Nutzung weitestgehend abgelegt wurde und insgesamt ein viel produktiveres Klima herrschte. Dies hat sich auch unmittelbar in der Qualität der Bewerbungseinreichungen beim Innovationspreis gezeigt, die nochmal einen deutlichen Kreativitätssprung aufgewiesen haben.“ Künstliche Intelligenz wird zunehmend selbstverständlich als Werkzeug in der Content-Erstellung genutzt – ohne die kreative und strategische Arbeit der Social-Media-Teams zu ersetzen, sondern als Ergänzung.

Auch Melanie Bartos von der Universität Innsbruck, neue Sprecherin der IQ_Social Media im Bundesverband Hochschulkommunikation, unterstreicht die Bedeutung der eingereichten Beiträge: „Mich haben die über 150 Einreichungen aus Hochschulen im gesamten deutschsprachigen Raum beeindruckt, weil sie zeigen, mit wie viel Offenheit, Kreativität und Professionalität Social-Media-Redakteur*innen neue Entwicklungen aufgreifen und in ihre Hochschulkontexte übersetzen. Gleichzeitig wird darin spürbar, wie anspruchsvoll ihre Arbeit in einer sich rasant wandelnden Social-Media-Landschaft mit undurchsichtigen Algorithmen und immer schnelleren Trendzyklen ist.“

Initiator des Preises, Philip Dunkhase, betont die gesellschaftliche Dimension der Auszeichnung: „Der Social Media Innovationspreis 2026 macht sichtbar, wie verantwortungsvoll Social-Media-Redakteur*innen an Hochschulen mit ihrer Rolle umgehen. Sie vermitteln wissenschaftliche Fakten, erzielen Sichtbarkeit im Social Web, erklären komplexe Zusammenhänge, treten Hate Speech und Fehlinformationen entgegen und schaffen Räume für Dialog – oft mit begrenzten Ressourcen, aber mit umso größerem Engagement.“

Die offizielle Überreichung des Social-Media-Pokals und des symbolischen XXL-Schecks an die drei Preisträger-Hochschulen findet im Rahmen der Jahrestagung des Bundesverbands Hochschulkommunikation vom 16. bis 18. September in Innsbruck statt. Die Preisgelder werden in diesem Jahr von mandarin edu gesponsert, die den Wettbewerb als Partner erneut fördern.

Danksagung und in eigener Sache

Die Umsetzung unseres Social Media Preises war nur möglich, weil viele engagierte Kollegeninnen und Kollegen ihre Expertise, Kreativität und Zeit eingebracht haben. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken.

Ein ganz besonderer Dank gilt Holger Gottesmann, der mit seinem 3D-Drucker unsere Social-Media-Rakete als echtes Unikat produziert und mit viel Liebe zum Detail bemalt hat. Diese Rakete steht sinnbildlich für Innovationsgeist, Aufbruch und Kreativität.

Ebenso danke ich mandarin edu, die den Preis seit 2025 fördern und damit ein starkes Zeichen für kreative Kommunikation setzen.

Ein großes Dankeschön geht an Marie Kamp und Lisa Brüggemann, die uns bei der Filmanimation und der Content-Produktion tatkräftig unterstützt haben. Mit ihrem Know-how und ihrem Gespür für visuelle Inszenierung der Rakete haben sie maßgeblich zur professionellen Umsetzung beigetragen.

Für die Foto-Dokumentation und die Podcast Produktion danke ich Lena Harsdorf, Ina Teloudis und Rüdiger Laube. Und für die zauberhaften Pressemitteilungen Katharina Kipp. (btw: unsere neue CCO und Pressesprecherin des Barcamps ;-)

Mein herzlicher Dank gilt außerdem unserer geduldigen Jury, die sich mit großer Sorgfalt und fachlicher Kompetenz durch 153 Beiträge in vier Schwerpunkten gearbeitet hat:

  • Prof. Constance Richter von der Hochschule Aalen
  • Bastian Paul von SocialHub
  • Luisa Faßbende von TYPO3
  • Patricia Hennings von mandarin edu

PS: In 2027 über lege ich mir eine Bewertungsmatrix mit mehr User Experience und größeren Zeitfenstern.

Ein besonderer Dank geht an alle 153 Content Creator und Social Media Manager*innen, die ihre Social Media Beiträge eingereicht haben. Sie alle zeigen, wie vielfältig, strategisch und wirkungsvoll Social Media heute eingesetzt wird.

In eigener Sache möchte ich sagen: Dieser Preis steht für Gemeinschaft, Innovationsfreude und die Leidenschaft für digitale Kommunikation. Es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten – ohne euch wäre diese Rakete nicht gestartet.
Philip Dunkhase